VIBE!AT hat sich zur Aufgabe gemacht zu einem mündigen, verantwortungsvollen und selbstbestimmten Umgang mit dem Medium Internet zu ermuntern. Gleichzeitig wollen wir ein öffentliches Bewußtsein schaffen, das jegliche Versuche diese Freiheiten übermäßig zu beschränken erkennt und verurteilt. (mehr...)

Massenklage gegen die #VDS – der Countdown läuft…

16.05.2012

Der Einsendeschluss ist nah! Wenn Du dich der in der Bevölkerung breit unterstützten Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung anschließen möchtest, so musst Du die ausgedruckte und unterschriebene Vollmacht spätestens am Freitag, den 18.5.2012 dem Postweg übergeben (oder noch vor Entleerung der Sammelbox im Metalab am Montag dort einwerfen).

Netzneutralität in den Niederlanden beschlossen: Ein Beispiel für ganz Europa.

10.05.2012
Als erstes Land Europas haben die Niederlande am 8. Mai die Netzneutralität gesetzlich verankert. Das setzt Maßstäbe für die anderen europäischen Länder.

Am 8. Mai 2012 hat die erste Kammer des Parlaments einem Gesetz zum Schutz des freien Internets zugestimmt: Als erstes europäisches Land haben die Niederlande damit die Netzneutralität in ihrem Telekommunikationsgesetz festgeschrieben. Das Gesetz schützt Internet-Benutzer gegen Beschränkungen in der Benutzung von Diensten oder Seiten sowie gegen invasive Abhörmaßnahmen wie etwa "Deep Packet Inspection". Das Gesetz ist die Reaktion der Gesetzgebung auf die breite öffentliche Diskussion über die Stellung von Internet Service Providern (ISP), nachdem bekannt wurde, dass KPN, einer der großen Provider der Niederlande den über ihn abgewickelten Internet-Verkehr analysierte, um so zu erfahren, was im Netzwerk geschieht.

Ein zeitgemäßes Urheberrecht braucht eine vielseitige Diskussion

30.04.2012

Nach dem Vorstoß vom Kulturministerin Claudia Schmied fordert nun auch Justizministerin Beatrix Karl eine Reform des Urheberrechts und die Einführung der Festplattenabgabe. Der Verein für Internet-Benutzer Österreichs (VIBE!AT) begrüßt, daß die in vielen Teilen der Gesellschaft geführte Diskussion um die gewünschte Modernisierung unseres Urheberrechts nun auch in der Bundesregierung angekommen ist.

Die geforderte Festplattenabgabe ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn damit das Recht auf Privatkopie gestärkt wird. Entgegen der Leerkassettenabgabe können sich auf Festplatten verschiedene urheberrechtlich geschützte Werke befinden. Das fängt bei Software an und hört bei Musik und Filmen auf. Es werden jedoch auch Werke, die selbst erstellt werden auf Festplatten gespeichert. "Die Festplattenabgabe ist eine Pauschalvergütung, die die Leistung der Urheber nicht wirklich honoriert, wenn sie von den Nutzern beim Kauf eines Leermediums zwangsweise eingehoben wird", betont Michael Bauer von VIBE!AT.

Beschluss des Fluggastdatenabkommens von NGOs scharf kritisiert.

19.04.2012

Photograph (CC) by Ari Helminen

Heute wurde das Fluggastdatenabkommen zwischen den USA und Europa im EU-Parlament beschlossen. Der Verein für Internet-Benutzer Österreichs (VIBE!AT) und die Initiative für Netzfreiheit kritisieren dieses Abkommen als Untergrabung der EU-Datenschutzbestimmungen.

Im Rahmen des Fluggastdatenabkommens mit den USA sollen von jedem Fluggast bis zu 60 Datensätze übermittelt werden. Diese so gesammelten Daten dürfen 15 Jahre nicht anonymisiert gespeichert und praktisch ungehindert verwendet werden. Die Mindestanforderungen des Europäischen Parlaments an dieses Abkommen wurden dabei nicht erfüllt. Trotzdem hat heute das Plenum beschlossen diesem Abkommen zuzustimmen. Diese Entscheidung wird vom Verein für Internet-Benutzer Österreichs und der Initiative für Netzfreiheit scharf kritisiert: "Ein Abkommen wie dieses setzt das falsche Signal: Es zeigt, dass die Datenschutz-Standards der Europäischen Union verhandelbar sind." meint Michael Bauer vom VIBE!AT. Das PNR Abkommen legalisiere die schon bisher - datenschutzwidrig - stattfindende Weitergabe von Fluggastdaten.

Mach dich jetzt für deine Rechte stark!

Der Verein für Internet-Benutzer Österreichs (VIBE!AT) setzt sich seit 1999 für den Schutz der Grundrechte im Internet ein. Im Jahr 2012 wird sich VIBE!AT verstärkt mit den Themenbereichen Vorratsdatenspeicherung, Netzneutralität, ACTA und der EU-Datenschutznovelle befassen. Unterstütze diese Arbeit für die Grundrechte im Internet!

zeichnemit.at: 100.000 Unterschriften gegen die Vorratsdatenspeicherung!

Bereits über 100.000 Österreicherinnen und Österreicher haben sich auf https://zeichnemit.at aktiv gegen die Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen. Die BürgerInneninitiative des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AKVorrat) ist damit die zweitgrößte der jüngeren Zeit. Die InitiatorInnen der Initiative sehen darin einmal mehr Ihre Forderung nach einem aktiven Eintreten der VertreterInnen Österreichs gegen die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung auf EU-Ebene bestätigt. "Das Signal an die Politik ist glasklar: Sie muss sich nun so bald wie möglich auf EU-Ebene gegen die Vorratsdatenspeicherung aussprechen und mit der Evaluierung sämtlicher Terrorgesetze beginnen", sagt Thomas Lohninger, ein Sprecher des AKVorrat. Zur professionellen und unabhängigen Evaluierung der Terrorgesetze schlägt der Arbeitskreis eine Kooperation mit dem renommierten Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vor.

Informationsveranstaltung zur Verfassungsbeschwerde des AKVorrat.at

Am Freitag den 13.4.2012 wird der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AKVorrat.at) die Verfassungsbeschwerde und die dazu laufende Kampagne im Metalab präsentieren.

Auskunft zur Verfassungsbeschwerde geben:

  • Andreas Krisch - Obmann AKVorrat.at, VIBE!AT
  • Ewald Scheucher, Rechtsanwalt, AKVorrat.at
  • Albert Steinhauser - Justizsprecher der Grünen
  • Christof Tschohl - Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, AKVorrat.at

Wann&Wo:
Freitag 13.4.2012 19:30

Schaff jetzt mit uns die Vorratsdatenspeicherung in Österreich ab!

30.03.2012
Durch das Inkrafttreten der Vorratsdatenspeicherung mit 1. April 2012 haben wir jetzt zum ersten Mal die Möglichkeit, das Gesetz zu kippen: Die verdachtsunabhängige Speicherung sämtlicher Kommunikationsdaten aller Menschen in Österreich stellt einen schweren Grundrechtseingriff dar. Gegen diesen Eingriff beschweren wir uns gemeinsam beim Verfassungsgerichtshof - und Du bist dabei!

Mach Dich jetzt für Deine Grundrechte stark und bring mit uns die Klage gegen die Vorratsdatenspeicherung in Österreich ein!

Die Details findest du auf → https://www.verfassungsklage.at

Farewell, Privacy!

Am 31.3. tragen wir die Privatsphäre zu Grabe

Am 1. April 2012 tritt die Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Ab dann werden verdachtsunabhängig sogenannte Verbindungsdaten gespeichert. Das heisst, das von jedem Telefonat gespeichert wird wer, wann und wo, wen anruft oder von wem angerufen wird. Das gleiche gilt für SMS und E-Mail. Die umfassende Speicherung von Kommunikationsdaten ist ein schwerer Eingriff in die Privatsphäre aller Menschen in Österreich. Deshalb tragen wir am 31.3.2012 symbolisch die Privatsphäre zu Grabe. An diesem Tag finden im ganzen Land Trauermärsche statt. Sämtliche Termine und weitere Informationen findet ihr auf der Sammelseite. Pietätsvoll dunkel kleiden, hinkommen und ein Zeichen setzen!

Netzneutralität: Im Spannungsfeld zwischen Kultur- und Wirtschaftsgut


26.03.2012

Am Freitag den 23.3.2012 wurde das Buch "Netzneutralität und Netzbewirtschaftung" (ISBN 978-3-8329-6882-3) von den Herausgebern Jan Krone und Tassilo Pellegrini an der FH St. Pölten präsentiert. Das Buch umfasst mehrere Untersuchungen zur Netzneutralität aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Herausgeber verorten dabei die Debatte rund um die Netzneutralität im Spannungsfeld zwischen Kultur- und Wirtschaftsgut: Wird das Internet als kulturelles Medium oder doch nur als Vertriebsweg von Inhalten betrachtet?

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